Männerherz
Aktualisiert: 24. Sept.
Das Männerherz will erwachen
So oft geht vergessen, dass auch Männer:
leiden.
sich verletzlich zeigen wollen.
sich nach Nähe sehnen.
gerne ihre Gefühle leben wollen.
geliebt werden wollen und zwar mit all ihren Eigenschaften.
gesehen werden möchten – nicht nur für das, was sie leisten.
von Frauen erzogen wurden / werden, die ihr Herz verschlossen haben und den Jungen keinen bewussten Umgang mit Gefühlen lehren konnten / können
von uns Frauen nicht dafür gelobt wurden / werden, dass sie reflektieren / dass sie sich ihrem Innenleben widmen

Meiner Ansicht nach braucht es heute neue Vorbilder. Männer, die erleben, dass Stärke und Verletzlichkeit einander nicht ausschliessen - sondern bereichern.
Männer, die ihre Gefühle fühlen dürfen, ohne ihre Identität zu verlieren.
Männer, die entdecken, dass Empfangen, Hingabe, Sanftheit und Intuition nichts mit Schwäche zu tun haben.
Denn das, was wir „weibliche Qualitäten" nennen, nicht nur uns Frauen gegeben ist.
Und das, was wir als „männliche Qualitäten“ bezeichnen, nicht nur Männern gehört.
Es geht nicht darum, das Bisherige aufzugeben.
Es geht darum, vollständiger zu werden.
Etwas wieder miteinander zu verbinden, was lange voneinander getrennt war.
Und auch wir Frauen dürfen hinschauen:
Was erwarten wir von einem Mann? Was soll er für uns sein? Wo wünschen wir uns, dass er sich öffnet, während wir selbst noch Angst vor Verletzlichkeit haben? Wo wünschen wir uns, dass er uns hält, während wir uns selbst noch nicht halten können?
Denn Beziehung verändert sich nicht nur dadurch, dass der andere sich verändert.
Sie verändert sich dort, wo wir beginnen, uns selbst zu begegnen.
Und in dieser Selbstbegegnung entsteht ein Raum.
Ein Raum, in dem auch der andere freier werden kann -sich zu zeigen.
Ja, Männer dürfen wieder Zugang zu Verletzlichkeit, Gefühl, Empfangen, Hingabe, Sanftheit usw. bekommen.
Und wir Frauen, wenn wir uns eine andere Art Beziehung wünschen, dürfen erkennen, dass der Weg nicht darüber geht, den Mann zu verändern, sondern über die eigene Heilung und das eigene Verkörpern dessen, was wir uns in der Beziehung wünschen.
Wünschst Du Dir eine andere Art Beziehung / Wünscht Du Dir, dass dein Partner*in, Dich sieht / Wünscht Du Dir, Dich zeigen zu können, wie Du bist / Wünscht Du Dir, dass dein Partner*in deine Bedürfnisse erfüllt / Wünscht Du Dir, dass dein Partner*in Dich respektiert.
Dann führt der Weg dahin primär über die Heilung deiner Wunden (Angst vor Demütigung / Angst vor dem Verlassenwerden / Angst vor Ablehnung) - nicht über die Veränderung des anderen.
Das verbindet beide Herzen.



